Wednesday, July 01, 2009

5 Schiedsrichter - Bieridee von Blatter?

Da die Besucherzahlen meines Blogs gegen den absoluten Nullpunkt tendieren, gibt's heute wieder mal ein Artikel. Wieder mal Thema Fussball, wieder mal Thema Schiedsrichter:

"Gleich in der Premieren-Saison der Europa League werden in der kommenden Spielzeit zwei weitere Schiedsrichter-Gehilfen eingesetzt und die Anzahl der Referees damit auf fünf erhöht. Umstrittene Wembley-Tore sollen damit der Vergangenheit angehören."

http://de.eurosport.yahoo.com/01062009/30/revolution-5-schiedsrichter-europa-league.html

Der Gedanke ist dahinter ist ja nicht schlecht: Spiele sollen nicht durch Fehlentscheidungen des Schiedsrichters entschieden werden, sondern durch spielerische Klasse. Trotzdem bleiben bei dieser "revolutionären" Massnahme viele Punkte unklar:

1. Wie genau der Entscheidungsprozess bei der FIFA (oder UEFA, oder was auch immer...) über die Einführung einer solchen Massnahme abläuft, bleibt dem Aussentstehenden einmal mehr unklar. Logischerweise müssten bei diesem Prozess alle Beteiligten (v.a. Spieler/Spielervertreter, Schiedsrichter, etc.) dabei sein, und demokratisch die neue Massnahme beschliessen können. In der Realität scheint dagegen ein allmächtiger Alleinherrscher im Pensionsalter alle Entscheidungen selbst zu treffen.....

2. Sogenannte Wembley-Tore sollen verhindert werden. Will heissen, mit nahezu 100%-Sicherheit soll entschieden werden können, ob der Ball die Torlinie in ganzem Umfang überschritten hat oder nicht. Dieses Ziel erreicht man garantiert nicht durch einen Schiedsrichter der sich hinter dem Tor bzw. hinter der Torlinie befindet, wie dies vorgesehen ist. Wenn schon wäre dies möglich durch einen Torrichter, der sich seitlich genau auf Höhe der Torlinie befindet und so den optimalen seitlichen Einblick hat. Viel einfacher und viel weniger fehleranfällig wären allerdings 2 Kameras (oder sonstige technische Hilfsmittel) seitlich auf Höhe der Torlinie.

3. Fussball ist nicht Eishockey. Strittige Entscheidungen, ob der Ball im Tor war oder nicht, gibt es im Fussball weitaus seltener. Nach eigener Erfahrung würde ich sagen allerhöchstens in jedem 10. Spiel. Umso mehr würde sich eine technische Lösung aufdrängen. Die zwei zusätzlichen Schiedsrichtern wären sonst wie 2 Jäger, die jeden Tag auf die Jagd gehen mit dem Wissen, dass alle 2 Jahre mal irgendein Zwerghase vor der Flinte durchläuft. Und ob dann genau im entscheidenden Moment die Konzentration auf dem geforderten Höchstniveau ist, wage ich zu bezweifeln...

4. Der grosse Anteil der entscheidenden Schiedsrichterfehler betrifft das Abseits und die Fouls/Handspiele (insb. im Strafraum). Für glasklare Fouls im Strafraum könnten die beiden Torrichter durchaus eine Hilfe sein. Die Mehrheit der strittigen Fouls/Handspiele sind allerdings Ermessensentscheide, insbesondere weil beim Spieler eine Absicht hinter dem Foul und vor allem hinter dem Handspiel stecken muss. Eine solche Ermessensentscheidung kann letztendlich nur einer treffen.


Fazit: ich bin auch dafür, dass man die Fehlentscheidungen des Schiedsrichters minimiert, ob allerdings diese Massnahme viel dazu beiträgt, würde ich bezweifeln. Ebenso bin ich nicht gegen die Einführung von Videobeweisen bei Fussballspielen. Man muss sich aber bewusst sein, dass damit die Probleme nicht automatisch gelöst sind. So gab es im Champions-League Halbfinale Chelsea-Barcelona - dem Spiel mit den wohl umstrittensten Schiedsrichterentscheiden der ganzen Saison - keine einzige Situation, wo man auch nach Konsultation aller möglichen Kameraeinstellungen hätte sagen können, dass die Schiedsrichterentscheidung mit 100%-Sicherheit falsch war. So blieb es bei Aussagen wie: "bei Piqués Handspiel hätten wohl 3 von 4 Schiedsrichtern Penalty gegeben...".

Sunday, March 15, 2009

gelb, rot oder gar nichts?

Wie fast jeder Fussballschiedsrichter wurde ich in meiner über 10jährigen Karriere auch schon mehrmals beschimpft, beleidigt,....nein, verprügelt noch nie...mal hat mir jemand nach dem Spiel seinen Fussballschuh nachgeworfen (das gab dann 10 Spielsperren). Was allerdings immer eine Schwierigkeit bleibt, sei dies als Schieds-/oder Linienrichter ist die Frage: welche Karte für welche Beleidigung? Weil grundsätzlich könnte man wohl in jedem Spiel Dutzende Karten für Reklamationen, etc. ziehen,...was dann allerdings nicht im Sinne des Spiels ist; denn prinzipiell sind gelbe und rote Karten dazu da, die Spieler im laufenden Spiel zu schützen, das heisst, böse und gesundheitsgefährdende Fouls (nicht nur mit einem Freistoss) zu bestrafen.

Wird man allerdings als Schiedsrichter direkt beleidigt, und tut dann gar nichts, verliert man vollends die Autorität. Wie ein Realschullehrer, der zwar Regeln festsetzt, aber bei Missachtung dieser Regeln keine Sanktionen trifft. Das musste selbst ich lernen, mit einem Charakter, der für dieses Metier eigentlich nicht geschaffen ist. So ist mein Massstab bei Reklamationen etwa so:


keine Karte:


emotionale Ausbrüche im Sinne von:


- "...das isch doch gopferdammi nie Offside",...und auch Äusserungen wie: "..du Siech, gsehsch scho nüt"...kann man bei Einmaligkeit durchaus (mit einer Ermahnung) laufen lassen. Denn meistens regt sich da der Spieler/Trainer irgendwie über alles auf,...über den Linienrichter, sich selber, den Mitspieler etc.; und nach paar Minuten ist auch schon alles wieder vergessen.


gelbe Karte:


konkrete Beleidigungen, für die ich (oder als Linienricher dem Schiedsrichter mitteile), die gelbe Karte ziehe, waren eher selten. Für einzelne Wörter gibt's meistens entweder rote Karten, oder gar nichts. Aber wenn einer immer wieder jeden Entscheid permanent kommentiert und kritisiert, ist gelb durchaus angebracht. Für "Depp" gab's mal gelb, und auch für "t'es vraiment un con". Allerdings sehe ich diese beiden Ausdrücke mittlerweile schon mehr als "dunkelgelb"-würdig an.


rote Karte:


Als Schieds-oder Linienrichter gab ich unter anderem bei folgenden Äusserungen rot: "Arschloch", "Wixer", "du bisch doch ä huere verdammte Schissgring" (..ok...der Unterschied zu "t'es vraiment un con" ist relativ minim...), "Schafsecku", "Vaffangulo".....nicht ganz einfach ist's bei rassistischen Ausdrücken (glücklicherweise selten...), "Japse", "Zitronengesicht" gab rot....bei "niac" gab ich gar nichts, da mir der Begriff nicht so bekannt war......ebenfalls nichts bei "Schischue"...(Anspielung auf den Ex-YB-Spieler Shi Jun, noch so irgendwie ein bisschen humorvoll..)....

Tuesday, January 13, 2009

Relativierung des Nahost-Konflikts

Es wird demonstriert, Fahnen gehisst, Facebook-Gruppen gegründet, und keine Tagesschau vergeht, ohne dass über den Nahost-Konflikt berichtet wird. Aber:

- der Gazastreifen ist vernachlässigbar klein, und in grösseren Dimensionen betrachtet, ohne jegliche Bedeutung. Beispielsweise nur etwas grösser als der Bezirk Sense und kleiner als der Bezirk Gruyère.

- in 2 Wochen gab's seit Ende Dezember 900 Tote im Gazastreifen, in Europa sterben im gleichen Zeitraum mehr als doppelt so viele Menschen im Strassenverkehr.

- diverse andere Konflikte in jüngster Vergangenheit waren weitaus tragischer, insbesondere in Afrika. Beispielsweise gab's im Darfur-Konflikt durchschnittlich mehr als 3'000 Tote alle 2 Wochen, und das Ganze schon seit 2003.

(Anmerkung: dies soll den Krieg in Isreal in keiner Weise beschönigen (jeder einzelne Todesfall ist natürlich tragisch), nur den Hype in Gesellschaft und Medien dazu etwas kritisch betrachten).

Thursday, January 01, 2009

Nendaz Jahresende 2008

Irgendwie war unser traditioneller Jahresendtrip nach Nendaz wie er immer war - irgendwie aber auch ganz anders. Aber einfach mal schön der Reihe nach: dank Master B. konnten wir dieses Jahr Silvester wieder in Nendaz verbringen. Dafür mal vielen Dank. Es ist halt einfach doch schöner, den Jahresanfang mit 30 cm Neuschnee und einem herrlichen Ausblick über das gesamte Unterwallis zu verbringen als in einer Wohnung neben der Autobahn im nebligen Mittelland. Und so fehlte von den üblichen Verdächtigen (wie meistens in letzter Zeit) eigentlich nur Kollege Maschi, der irgendwo an der kanadischen Ostküste den Jahresanfang beging.

Über die Ereignisse am 31. Januar hatte allerdings selbst der Autor nicht mehr den kompletten Überblick, deshalb hier nur die wichtigsten Stichworte zum diesjährigen Nendaz-Trip:

Teilnehmer: zum ersten Mal dabei dieses Jahr: König Chlodwig und Lonny. Als Dank brachte Franzose Lonnie seine berühmt-berüchtigten Haute-Cuisine-Brötchen mit (vgl. unten). C-Wig zauberte dafür am vorletzten Abend des Jahres eine königliche Carbonara auf den Holztisch.

Autos: 4 Autos schafften den Weg nach Nendaz. Selbst Randals Mazda überstand die Fahrt ohne zu überhitzen. Lonnys Escort gab dagegen schon in Flamatt seinen Geist auf.

Silvesternacht, Nachtleben: auch hier waren die Meinungen gespalten. Für die einen war das Publikum zu jung (bzw. wohl eher wir zu alt), die anderen hätten wohl noch stundenlang weiterfeiern können. Ich persönlich war zufrieden: (mehr oder weniger) gute Musik, ein hübsches Lokal und einige Promille im Blut.

ps.: wie mir heute dann auf der Rückfahrt nach Sion der DJ des Cactus (den ich als Autostöppler mitnahm) erklärte, feiert das gesetztere Volk eher in Verbier und Zermatt.

Hebos Meisterstück: in unglaublicher Uneigenützigkeit organisierte Hebo Tickets für die ganze Gruppe. Hebo zeigte, dass er mehr kann als nur schön sein.

Krokodilspiel: obwohl es wegen diversen Extrawünschen zunehmend schwieriger wird, das Spiel regelkonform durchzuführen, konnte das anspruchsvolle Spiel auch dieses Jahr über mehrere Runden gespielt werden. Auch dank unserem doktorierten Juristen, der uns zu Beginn des Spiels wie jedes Jahr das komplizierte Regelwerk in Erinnerung rufte und es uns auf einfache Weise näher brachte. Gewinner oder Verlierer waren allerdings je nach Sichtweise etwas schwierig zu ermitteln; verloren hatten allerdings definitiv diejenigen, welche Hebos Wodka mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum aus einer illegalen Distillerie trinken mussten.

1.Januar-Mittagessen: mittlerweile schon fast Kult geworden, fand das traditionnelle 1-Januar-Mittagessen unter der Führung (vom Gründer dieser Tradtion) Kollege Randal, auch dieses Jahr statt. Die Wirtschaftkrise machte allerdings offenbar auch vor uns nicht halt: anstatt 4-gängige Menüs wie in vergangenen Jahren, wurden dieses Jahr nur 1-2 gängige Menüs konsumiert. (Anmerkung: das Restaurant Mont Calme in Nendaz-Station ist wirklich empfehlenswert).

Haute-Cuisine-Brötchen: eines der Highlights der diesjährigen Nendaz-Ferien. Einen Schönheitsfehler hatten die Brötchen allerdings: die Brotscheiben konnten nach kurzer Expertise klarerweise als Prix-Garantie-Produkt identifiziert werden. Zudem: wie in den höchsten Spähren der Kochkünste üblich, gingen die Meinungen über die Brötchen teilweise diametral auseinander: von den einen als kulinarisches Meisterwerk heissgeliebt (und dementsprechend verzehrt), wollten die anderen, die Brötchen als Wegfahrhilfe unter die Autopneus legen.

Frauen: spielten dieses Jahr eine untergeordnete Rolle.

Morgendliche und abendliche Diskussionsrunden:
wie jedes Jahr wurde wieder zünftig abgelästert, lustige und weniger lustige Sprüche in die Welt geblasen und teilweise wurden gar philosphisch anmutende Sätze gehört. Der Meister der grossen Klappe bleibt allerdings - wie schon zu Schulzeiten - immer noch der Gleiche.


Fazit: Nendaz 2008/2009 vollumfänglich gelungen!





Sunday, December 21, 2008

Einige Tipps zur Studienwahl

Da sich mein (fast endloser) akademischer Kursus langsam dem Ende neigt, mache ich mir mehr und mehr Gedanken, ob ich denn wirklich das richtige studiert habe. Angeregt durch einen Artikel von emeidi, hier einige Tipps für solche, die sich später im Berufsleben irgendwo im weitesten wirtschaftswissenschaftlichen Feld bewegen möchten:

Tipp 1: wer zwischen Rechtsstudium und Wirschaftsstudium zweifelt und an beiden Gebieten gleichermassen Interesse hat, soll Jus studieren. Das Jusstudium vermittelt eine solide Grundlage in rechtlichen (und auch vielen wirtschaftlichen und staatspolitischen) Fragen, und wer später in "die Wirtschaft" wechseln möchte, kann dies - nötigenfalls mit einem Nachdiplomstudium, oder einfach "on the job" - später immer noch problemlos tun.

Tipp 2: wer schon vor dem Studium weiss, dass er später irgendwo im Finanzbereich tätig sein möchte, soll vorzugsweise nicht von Anfang an BWL studieren, sondern zuerst einen Bachelor in Mathematik (oder ähnliches) absolvieren, und dann erst das Masterstudium fachspezifisch absolvieren. Ich kann allerdings gut verstehen, wenn man die Fähigkeiten und den Willen, sich für 3 Jahre an einer Institution wie der ETH zu verdingen, nicht hat.

Tipp 3: diverse "weichere" Wirschaftsfächer wie Marketing oder Unternehmesführung lernt man lieber an einer praxisbezogenen Fachhochschule oder bei der täglichen Arbeit als in einem Vorlesungssaal an der Uni. Nach meiner Erfahrung sind die besten Marketing-Spezialisten nicht Doktoren in Marketing sondern Praktiker mit guten Menschenkenntnissen.

Tipp 4: was ich bzgl. VWL-Studium für einen Tipp abgeben soll, weiss ich selber nicht so genau. Ich war froh, durch die VWL-Kurse ein Verständnis entwickelt zu haben für die wichtigsten Mechanismen und Zusammenhänge in der Ökonomie. Dabei interessierten mich die politischen und geschichtlichen Aspekte meistens allerdings genauso.

Friday, December 19, 2008

Mongolenfleck

Als ich heute in der S1 (ja nach 20:00 abends hält die S1 wieder in Thörishaus Dorf - Danke Herr Guillelmon!) den "blick am abend" durchsah, stiess ich auf einen Artikel über ein Kleinkind mit einem sogenannten "Mongolenfleck":

"Der Name Mongolenfleck leitet sich davon ab, dass bei über 99 % der Kinder von mongolider Herkunft (Japaner, Koreaner, Vietnamesen, Mongolen, Turkvölker, Indochinesen, Indianer, Inuit) das Mal auftritt."

http://de.wikipedia.org/wiki/Mongolenfleck

Müssten also die Chancen, dass ich auch so einen Mongolenfleck hatte, gar nicht so schlecht stehen. Und nach Nachfrage bei meinem Vater erfuhr ich: ja ich hatte auch einen. Interessanterweise hatte meine Schwester keinen, dafür hatte eine meiner zwei Nichten (mit 25%-asiatischem Blut) auch einen. Dass mein Charakter viele typisch japanische Züge trägt, ist allerdings wohl Zufall....

Wednesday, December 10, 2008

paar Gedanken zu Bundesratswahl 2008

Es war wieder mal Bundesratswahl heute - wie meistens in letzter Zeit bedeutete dies auch heute wieder, Tag der Mauscheleien, leeren Versprechungen und viel Spannung.

Genau zum richtigen Zeitpunkt schaltete ich mich heute morgen ins Geschehen ein: eine ältere Frau (mittlerweile weiss ich, wer sie ist..) verlas die Resultate des ersten Wahlgangs: viele Stimmen für Blocher, noch mehr Stimmen für Maurer und ganz viele Stimmen für einen gewissen Hansjörg Walther. Dazu einige "Diverse", ein paar Leere und - wenn ich mich richtig erinnere - einen Ungültigen (....und so ein Ungültig-Wähler soll das Volk vertreten, na ja..) . Wie dem auch sei, vor dem zweiten Wahlgang zog sich ein gewisser Herr Blocher nicht ganz unerwartet zurück. Dann zog sich auch noch Bundesratskandidat Recordon zurück, seine Stimmen müssen sich im ersten Wahlgang im tiefen einstelligen Bereich bewegt haben. Was heisst, dass nicht mal diejenigen, die ihn aufgestellt haben, ihn auch gewählt haben. Für mich völlig absurd, einen Kandidaten aufzustellen, den man selbst gar nicht zu wählen bereit ist. Aber offenbar ist es wichtiger ein Tor des Gegners mit aller Kraft zu verhindern, als vielleicht mal selber eines zu schiessen.

Im zweiten Wahlgang machte dann Hansjörg Walther noch mehr Stimmen, und wurde knapp nicht gewählt. Fast wäre also die Strategie wieder aufgegangen, bei der man sich in den dunkelsten Ecken des Bundeshauses über einen möglichen "Sprengkandidaten" einigt, und diesen dann in den Bundesrat wählt. Aber weil "fast" nicht "ganz" ist, gab es noch einen dritten Wahlgang, bei dem Ueli Maurer zum neuen Bundesrat gewählt worde. Bei den ersten Interviews wirkte er allerdings dann schon nicht mehr ganz so locker wie sonst - vielleicht hatte ihm Pascal Couchepin bei der erste Begrüssungsrunde im Bundesrat schon mal gezeigt, wer dort der "Chef" ist.

Fazit: Ueli Maurer wurde zu Recht in den Bundesrat gewählt. Wenn man ein politisches System hat, das alle wichtigen politischen Kräfte in die Exekutive einbinden will, muss man auch eine Partei wie die SVP mit 30% Wähleranteil in die Regierung einbinden. Nicht dass ich persönlich über diese SVP-Vormacht glücklich wäre - im Gegenteil-, aber es ist halt eine Tatsache, dass 30% des Wahlvolkes in diesem Land diese Partei gewählt haben, und so ein Grossteil davon offenbar auch Blocher-Maurer-Schäfchen-Mörgeli-etc-Politik gut finden. Die richtige Antwort der anderen Parteien darauf ist nicht, irgend ein Politiker am äussersten SVP-Spektrum durch intransparente Absprachen zu wählen, sondern eine Politik zu verfolgen, die bessere Lösungen für diejenigen Probleme bereit hat, die bisher meistens nur von der SVP angesprochen wurden.
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