Friday, October 26, 2007

Mein Jahresrückblick, oder die Suche nach den Gründen des Scheiterns



Beim Durchstöbern alter Dateien bin ich heute auf einen angefangenen, aber nie veröffentlichten Blog-Artikel gestossen. Der Artikel erstellte ich im Januar 2007 und sollte einen Jahresrückblick darstellen. Reichlich spät will ich nun diesen Artikel doch noch der Öffentlichkeit zugänglich machen....allerdings habe ich ihn nicht mehr fertiggestellt:

2006, ein ereignisreiches, aber auch durchzogenes Jahr für unsere traute Equipe im Westen von Bern. Vieles lief nicht so wie gewünscht, vieles ging sogar völlig in die Hosen… woran lags, wo liegen die Gründe? Einzelkritik über die Spieler einer Equipe, der nicht alles gelang:

Nienze S.

Verliess die Mannschaft schon in der Hinrunde, und hinterliess eine schmerzliche Lücke, die bis Ende Saison nie mehr ausgefüllt werden konnte. Er war eine typische Nummer 6, der Staubsauger im defensiven Mittelfeld, unglaublich stark in Eins-gegen-Eins Situationen, scheute keinen Zweikampf und ging überall dorthin, wo’s weh tut. Er schaffte so die nötigen Freiräume für die Kreativspieler im offensiven Mittelfeld, allerdings oftmals am Rande der Legalität. Fiel zudem oftmals durch Disziplinlosigkeiten auf, sowohl auf, als auch neben dem Spielfeld, und war so nicht mehr tragbar. Randell S. gelang es danach nur teilweise seine Rolle zu übernehmen, so dass im Verlaufe der Saison in brenzligen Situationen immer öfter zu hören war: „mängisch wär’s äbä gliich guet, we dr Nienze da wär.“


Verikus W.

Der Trainingsweltmeister bot grundsätzlich solide Leistungen, doch auch er vermochte sich nicht von der Masse abzuheben. Verhedderte sich oftmals im Mittelfeld, kam selten in eine gute Abschlussposition, geschweige denn zum Torschuss. Seine Kreise kreuzten sich zudem oft mit denjenigen von Randell S., was zu internen Reiberein und teilweise harten Auseinandersetzungen zwischen den beiden führten. Erst gegen Schluss etablierte sich eine Art Hassliebe zwischen den beiden. Allerdings war Verikus massgeblich daran beteiligt, dass es schliesslich zu einem erfolgreichen Saisonfinale kam: mit immensem Aufwand auf und neben dem Spielfeld bereitete er für Mushi S. zwei riesige Torchancen vor, von welchen Mushi S. eine eiskalt verwertete.


Ötzl ne!

Nach einem fulminanten Start spielte auch er eine durchzogene Saison. Versuchte dann kurzzeitig sein Glück für 2 Wochen in Japan, aber dieses Gastspiel brach er vorzeitig ab. Doch trotz eines laufenden Strafverfahrens bleibt er schwierig einzuschätzen: er ist sicher nicht mehr der mit allen Wassern gewaschene Jungspund im Sturmzentrum, den er um die Jahrtausendwende gewesen war; doch von seiner Gefährlichkeit hat er trotzdem nur wenig eingebüsst. Durch sein Alter ist er aber heute gezwungen seine Energiereserven einzuteilen und zielgerichteter vorzugehen.


Urbel S.

Auch er zeigte sein wahres Können viel zu selten. Eigentlich als Führungsspieler vorgesehen, verpuffte er oftmals unnötig Energie neben dem Spielfeld: durch Belehren anderer Mitspieler (u.a. Randell S.) versuchte er eigene Schwächen zu überdecken, und verstrickte sich dabei oftmals in einem Netz von Widersprüchen. Leistete sich zudem einige interne Verfehlungen, und erreichte seinen absoluten Tiefpunkt am Saisonfinale: unter dem Einfluss verbotener Substanzen ging er völlig übermotiviert in die Zweikämpfe und verletzte sich dabei schwer.


Randell S.

Der Mittelfeldmotor scheidete auch dieses Jahr wieder die Geister: einerseits unglaublich aktiv, versuchte jede kleinste Chance wahrzunehmen und scheute keinen Zweikampf. Andererseits verlor er durch seine Ungeduld praktisch jeden Zweikampf; kam so auch selten in Tornähe und kaum einmal zum Torschuss. Allerdings ist Randell S. zu einer Zuschauerattraktion geworden und bietet durch seine aktive und offensive Spielweise ein nie dagewesenes Spektakel. Gepaart mit etwas mehr Geduld und Spielintelligenz könnte Randell S. in der kommenden Saison zu einem absoluten Führungsspieler werden und die Früchte seines unermüdlichen Einsatzes ernten.


Hebo M.

Auch Hebo M. scheint seinen Zenit überschritten zu haben. Trotz oftmals minutenlanger „Hebo-Hebo“-Anfeurungsrufe seitens der Zuschauer fand er nur selten zur Form alter Tage. Schien auch physisch nicht immer auf der Höhe zu sein: machte oftmals einen matten Eindruck, insbesondere am Saisonfinale, wo er schon beim Einwärmen an seine körperlichen Grenzen kam. Es muss ihm allerdings zugute gehalten werden, dass er den Torerfolg immer wieder suchte, allerdings meist erfolglos.


Mushi S.


Bei dieser Gelegenheit eine andere Frage: was läuft eigentlich dieses Jahr an Silvester?

3 comments:

rudboy said...

Si scho komischi Sieche di Schütteler! Mir fäut aber no Beschribig vom Fäsio.Z, wo wie ke Angere so vieu het probiert der Verein z wächsle ohni das das
s(e)ie FC-Servette het gwüsst!!!
( So sini Gaschtspiu bi Feyenoord Rotterdam u Malmöf FF ) U so witerhin mieschtens nume bi schlächtem Wätter spiut!!!
Söu FRED eine Schribe?

GRUZZ

eMeidi said...

Geilster Blog-Artikel ever! Weiter so ...

Bzgl. Sylvester: Heimer scho jemaus z'standbracht, vorem 15. Dezämber e Planig uf d'Bei steu(z)e?

francine said...

wieso sehe ich am anfang des artikels ein bild von überstorf? heieiei..

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